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/ Erfolgreiche Kampagne: "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" geht zu Ende
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Am 10. Dezember 2011 geht die Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" zu Ende. Seit dem 25. November fanden über 50 Veranstaltungen statt, die Wege aus der Gewalt an Frauen aufzeigten. Jede und jeder Einzelne kann mit seinem Verhalten etwas gegen Gewalt an Frauen tun, wie zahlreiche Strassenaktionen und Filmabende verdeutlichten. Aber auch politisch und gesamtgesellschaftlich gibt es konkreten Handlungsbedarf.
In Luzern verkauften verschiedene Bäckereien ihr Brot in speziell bedruckten Tüten, auf denen Notfalladressen für von Gewalt betroffene Frauen standen. Mit dem Slogan "Gewalt kommt nicht in die Tüte" machten sie über 50'000 Menschen auf das nach wie vor weit verbreitete Phänomen aufmerksam.
Ein Höhepunkt der Kampagne war das sehr gut besuchte Podiumsgespräch zum Thema "Revolutionen in der arabischen Welt: Neue Spielräume für Frauen?" Prof. Chérifa Bouatta aus Algerien analysierte den Wahlsieg der Islamisten in Ägypten und erzählte von der Angst der Feministinnen, einen Backlash punkto Frauenrechte zu erleben. Gleichzeitig äusserte Bouatta die Hoffnung, dass sich die Mehrheit der Parteien zu den Menschen- und Frauenrechten bekennen. Prof. Dr. Schulze, Leiter des Instituts für Islamwissenschaft in Bern, zeigte, dass zwischen den sozialen Bewegungen auf der Strasse und den Wahlerfolgen islamistischer Parteien unterschieden werden müsse, und war überzeugt, dass die Geltungsansprüche der Frauen nicht einfach wieder zurückgedrängt werden können. Franziska Müller vom cfd wies auf die Rolle des Westens hin, um Spielräumen für Frauen Vorschub zu leisten. Insbesondere der Waffenexport der Schweiz in die arabischen Länder sowie ökonomische und militärische Verstrickungen mit der Region müssen verändert werden. Alle PodiumsteilnehmerInnen betonten die Bedeutung der internationalen Solidarität und Öffentlichkeit, um die Bewegungen im arabischen Raum zu unterstützen.
Am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, findet die Kampagne dieses Jahr ein ganz besonderes Ende. Am selben Tag werden erstmals drei Frauen gleichzeitig mit dem Friedensnobelpreis in Oslo geehrt. Unter ihnen ist Leymah Gbowee, die Urheberin der Frauenproteste gegen den liberianischen Ex-Präsidenten Charles Taylor. Um sie und ihren gewaltlosen Einsatz für Frieden dreht sich der Film "Pray the Devil Back to Hell", der am 10. Dezember zum Abschluss der Kampagne im Rahmen des Frauenfilmfests "schön stark schön mutig" in Bern gezeigt wird.
An der Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" beteiligten sich mehr als 50 Organisationen und Institutionen in der Deutschschweiz. Die Kampagne dauerte vom 25. November bis 10. Dezember 2011. Auf der Website der Kampagne www.16tage.ch finden Sie weitere Informationen, das vielfältige Veranstaltungsprogramm und die Liste der KampagnenpartnerInnen.
Auskunft:
Rahel Ruch, Campaignerin cfd / Tel. 077 491 90 29 / rahel.ruch@cfd-ch.org
Trudie Joras, Kommunikation cfd / Tel. 079 323 60 43 / trudie.joras@cfd-ch.org
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