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Feministische Friedenspolitik

Feministische Friedenspolitik ist der Leitbegriff, unter dem der cfd seine verschiedenen Aktivitäten und Projekte in der Migrationspolitik, der Internationalen Zusammenarbeit und der Friedensentwicklung verknüpft.

Friedensbegriff

Der cfd geht von einem weiten Friedensbegriff aus (sogenannter positiver Frieden). Die enge, sogenannt "negative" Definition betrachtet Frieden als die Abwesenheit von direkter physischer oder psychischer Gewalt, do von einer/einem (oder mehreren) AkteurInnen ausgeübt wird, zum Beispiel häusliche Gewalt, Vergewaltigung, bewaffnete Konflikte, Drohungen. Positiver Frieden bedeutet darüber hinaus die Abwesenheit von struktureller Gewalt (die Gewalt, die durch die sozialen, politischen und ökonomischen Strukturen reproduziert wird, beispielsweise Unterdrückung bestimmter sozialer Gruppen, Systeme wie Apartheid, Kolonialismus) und kultureller Gewalt (die Aspekte in einer Gesellschaft/Kultur, die direkte und strukturelle Gewalt legitimieren, z.B. die Akzeptanz von Gewalt gegenüber bestimmten Gruppen, Rollenbilder, Homophobie, Rassismus usw.).

Für den cfd als feministische Friedensorganisation bedeutet positiver Frieden insbesondere die Abwesenheit von genderspezifischer Gewalt und genderspezifischer Diskriminierung. Mit anderen Worten bedeutet positiver Frieden Gleichberechtigung und Gerechtigkeit für alle Menschen, unabhängig ihrer Herkunft, ihres (biologischen und sozialen) Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihres sozialen Status, ihrer politischen oder religiösen Überzeugungen.

Feministische Friedenspolitik stärkt die Ansätze des positiven Friedens, indem sie die Öffentlichkeit mithilfe ihrer Anlaysen und Lösungsansätze sensibilisiert.

Friedenspolitik und Menschenrechte

Frieden kann ohne ein Minimum an Ordnungsstruktur, folglich Regeln, die von Behörden und einzelnen Menschen gleichermassen eingehalten werden, weder gefördert, noch aufrechterhalten werden. Der Begriff der Friedenspolitik ist eng mit dem Recht beziehungsweise mit Menschenrechten verknüpft. Feministische Friedenspolitik verfolgt daher einen menschenrechtsbasierten Ansatz.