Sprunglinks

CFD

Points de rencontre

Feministische Friedenspolitik

Das cfd-Dossier «Points de rencontre» stellt Praktiken feministischer Friedenspolitik vor. Die Texte beleuchten feministisch kritisch die Geschlechterverhältnisse in der Politikwissenschaft und in der Friedensforschung. Sie fragen nach den Annahmen über Frauen und Männer in den Reden über Sicherheit und entrümpeln die Bildarchive von kriegslustigen Männern und friedfertigen Frauen.

Ein Beitrag befasst sich mit machtkritischen und damit friedenspolitischen Ansätzen feministischer Theologinnen. In einem Interview erklärt die Koordinatorin der cfd-Partnerorganisation Motrat Quriazi, warum lokale Frauenorganisationen die internationalen «Friedenskräfte» in Kosova als wenig friedensfördernd erleben. Die Notizen zum Selbstverständnis und den Aktivitäten der Zürcher Gruppe «Frauenstimmen gegen den Krieg» zeigen die Herausforderung, einen Protest zu gestalten, der nicht einfach Gegenbilder prägt und zementiert.

Warum können Kriegserklärungen immer wieder legitimiert werden? Was macht, neben ökonomischen und politischen Erwägungen, die wiederkehrende Attraktivität von Kriegen aus? Der Dossier-Beitrag über die Rolle und Repräsentation von Männlichkeit in «America’s New War» gibt darauf eine Antwort.

Die Dossier-AutorInnen arbeiten in verschiedenen Feldern und schreiben aus unterschiedlichen Perspektiven. «Points de rencontre» sind die Kritik an der Konstruktion von Gegensätzen, um Grenzen zu ziehen, die Entschlüsselung der Konzeptionen von Geschlecht, die den dominanten Reden über Krieg und Frieden zu Grunde liegen sowie das ZusammenSehen von Kriegs- und Alltagsgewalt.

Das cfd-Dossier zu feministischer Friedenspolitik gibt Einblick in laufende Debatten und liefert Anregungen zur Befragung der Aktualität.

2002, 52 Seiten, kostenlos

Weitere cfd-Dossiers