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Migration findet statt

Reden gegen die Aufregung

Warum werden gesellschaftliche Spannungen heute gemeinhin als Folgeprobleme von Migration beschrieben? Warum wird sogar in der Sozial- und Bildungsarbeit auf die kulturelle Fremdheit von MigrantInnen verwiesen, wenn es darum geht, Ausgrenzung zu begründen? Warum ist diese Darstellungweise so erfolgreich? Das cfd-Dossier «Migration findet statt» versucht kritisch zu antworten.

Texte zur Konstruktion und Konstruiertheit des «Migrationsproblems» machen die Vermischungen und Verwischungen sichtbar, welche die aktuellen Debatten bestimmen. Der Dekonstruktion des vorherrschenden Migrationsdiskurses folgt die Einführung in feministische Konzepte: Bildbruch, Selbstverortung und transnationale Identität sind Möglichkeiten, dominante Zuschreibungen zu unterwandern. Damit vermittelt das Dossier Ansätze für anti-rassistische und anti-sexistische Migrationspolitiken. Verfasst wurden die Texte von Annemarie Sancar und Dorothee Wilhelm.

Ursula Biemann bearbeitete für das Heft Auszüge aus ihrem Video-Essay «Performing the border». Spielort ist die Grenzzone zwischen Mexiko und den USA, wo junge Frauen für Grosskonzerne in Industrieparks die Ausrüstung für den Cyberspace produzieren. Bilder und Texte fragen danach, wie weibliche Körper in dieser transnationalen Zone zirkulieren, wie die Geschlechterbeziehungen reguliert werden und welche Zusammenhänge bestehen zwischen den Produktionsformen und der Gewalt gegen Frauen.

1999, 34 Seiten, vergriffen (PDF zum Download rechts)

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