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Hay mish Eishi – This ist not Living – Das ist kein Leben

Ein Video-Essay aus Palästina

Was bedeutet Krieg für Frauen? Wie handeln sie im Kriegsalltag ihre Identität aus? Erfahrungen, Gedanken und Sichten von acht Frauen in der Westbank fügen sich im neuen cfd-Dossier «Hay mish Eishi» zu einem Bild-Text-Kaleidoskop, das den engen Fokus und die verengte Logik der politischen Statements und der Kriegsberichterstattung vielfältig bricht.

«Das ist kein Leben» sagen die Porträtierten in ihren je eigenen Worten. Sie erzählen, wie sie die tägliche Gewalt und sich selbst in dieser Situation erleben, wie sie Angst und Tod begegnen, wie sie versuchen, ihr Leben auch unter Belagerung zu gestalten. Erzählend entwerfen sie «Vorstellungen von Frieden». Die Bilder zeigen die Medienfrau, die Bäuerin, die Theaterleiterin, die Hausangestellte, die Boutiquebesitzerin, die Hausfrau und die zwei Studentinnen in ihren unterschiedlichen Kontexten und Rollen als Familien- und Berufsfrauen; sie folgen ihren Wegen und Blicken und zeichnen ihre Gedanken nach.

In ihrer Direktheit eröffnen die Reden und Bilder im cfd-Dossier ungewohnte Zugänge zum besseren Verständnis des Konflikts in Israel und Palästina und zu einer differenzierten Wahrnehmung von Frauenrealitäten im Krieg. Das Heft eignet sich deshalb auch gut für die Bearbeitung in Schule und Erwachsenenbildung.

Der Video-Essay im cfd-Dossier basiert auf dem 42-minütigen Dokumentarfilm «Hay Mish Eishi – This is not Living - Das ist kein Leben» von Alia Arasoughly, der im Winter 2001 gedreht wurde. Der Marginalisierung von Frauensichten, der medialen Sterotypisierung von Frauenbildern und der ideologischen und politischen Instrumentalisierung von Frauen in Konflikten setzt Alia Arasoughly mit den filmischen Porträts ganz unterschiedlich lebender Frauen Vielfalt entgegen.

2001, 52 Seiten. Deutsch/Englisch, kostenlos

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