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Bukra – Morgen

Junge Regisseurinnen in der Westbank und im Gazastreifen werden in der Produktion und Verbreitung ihrer Filme unterstützt. Nach öffentlichen Vorführungen bringt das Publikum seine Sichtweise zu den gesellschaftlich relevanten und sensiblen Themen ein und nimmt so am sozialen Wandel teil.

Die Filme der palästinensischen Filmemacherinnen zeigen in ergreifenden Bildern die Alltagsrealität der Menschen unter der Jahrzehnte andauernden Besatzung aber auch soziale Konflikte in einer sehr patriarchalisch geprägten Gesellschaft. Die filmische Auseinandersetzung ermöglicht den jungen Frauen, die Vergangenheit besser zu bewältigen. Die Filme schildern gleichzeitig, wie die Betroffenen Wege finden, trotz Schicksalsschlägen und existenziellen Herausforderungen, an eine hoffnungsvolle Zukunft zu glauben. Filme dienen als künstlerisches Mittel, um Visionen, tabuisierte und schwierige Themen in eine gesellschaftliche Debatte zu tragen.

2016 lancierte der cfd, zusammen mit der lokalen Partnerorganisation Shashat, ein neues Projekt, das junge Filmemacherinnen bei der Produktion und in der öffentlichen Verbreitung ihrer Filme unterstützt. Im cfd-Projekt Bukra - Morgen können Filmemacherinnen ihr Handwerk verfeinern und ihre Geschichten und Bilder in Dokumentarfilmen umsetzen.

Die Filme werden an Filmfestivals, an Universitäten, in Gemeindezentren, in Flüchtlingslagern und in Jugendclubs gezeigt. Nach jeder Vorführung kann sich das Publikum in einer moderierten Diskussion zu oft sensiblen und kontroversen Themen wie Rassismus, Stigmatisierung oder Schmerz äussern. Der niederschwellige Zugang zu diesen Filmveranstaltungen ermöglicht es besonders auch Frauen und Jugendlichen in der Westbank und im Gazastreifen, ihre Meinungen und Sichtweisen einzubringen. Die Filmvorführungen sind sehr gut besucht. Vor allem junge Leute erkennen, dass ihren Anliegen eine Stimme verliehen wird.