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Einkommen und Bildung für Beduininnen

Negev-Wüste: Hände sortieren Oliven, mit Holzhammer, PET-Flasche und Schüssel

Seit Generationen leben BeduinInnen in der Negev-Wüste. Heute zwingt sie der Staat Israel zur Sesshaftigkeit. Rund die Hälfte der 220'000 BeduinInnen lebt in 35 nicht-anerkannten Dörfern in Armut, in Wellblechhütten oder Zelten. Strom, fliessendes Wasser, Schulen und medizinische Grundversorgung fehlen. Während viele Männer im Norden oder in anderen Ländern Arbeit suchen, bleiben die meisten Beduininnen mit ihren Kindern ohne Unterstützung in der Wüste zurück. Frauen über 40 Jahre sind häufig Analphabetinnen und verfügen über kein eigenes Einkommen. 

Der cfd setzt sich zusammen mit der Partnerorganisation Sidreh für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Beduininnen ein. Sidreh ist die erste Frauenorganisation im Negev, die mit Beduininnen zusammenarbeitet. Im Webeprojekt haben viele Frauen ökonomisches Empowerment erfahren. Die Alphabetisierungskurse ermöglichten den Frauen, sich öffentlich und politisch für ihre Rechte und Anliegen einzusetzen.

Im neuen Einkommensförderungs-Projekt setzt der cfd zusammen mit Sidreh auf ökologischen Gemüseanbau und Methoden, die nur wenig Wasser brauchen. So wachsen hinter den ärmlichen Hütten bereits Auberginen, Tomaten, Zucchini, Gurken und Kräuter. Rund 5 bis 25kg Gemüse können pro Monat produziert werden. Das reicht für die Ernährung einer Familie und für den Verkauf weiterer Waren auf dem Markt. Die Selbstversorgung mit Gemüseanbau ermöglicht den Beduininnen ein Einkommen und Nahrungssicherheit. Unterstützt werden die Beduininnen nach wie vor mit Bildungskursen wie Alphabetisierung, Rechnen und Marketing.