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Politisches Mentoring mit Migrantinnen

Politisches Mentoring mit Migrantinnen in Bern

MigrantInnen sind in Elternräten, Vereinsgremien, Quartiertreffs und  Kommissionen untervertreten und als AkteurInnen in gesellschaftspolitischen Prozessen kaum sichtbar. Partizipation erfordert jedoch nicht nur den Zugang zu Institutionen und Dienstleistungen, sondern auch die Möglichkeit, sich in Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozessen einbringen zu können. Unsicherheiten, Ängste und mangelnde Informationen stellen Hürden für eine aktive Teilnahme und Teilhabe von MigrantInnen am gesellschaftlichen und politischen Leben dar. Eine konsequente Beteiligung der MigrantInnen in Entscheidungsprozessen ist jedoch eine logische Folge des Demokratieprinzips. Darunter fällt das Engagement im Sportverein und dessen Gremien, im Elternrat oder dem Quartiertreff, aber auch in stärker politischen Institutionen wie beispielsweise Gewerkschaften.

Ab Oktober 2010 lief das politische Mentoring mit Migrantinnen  «Teilnehmen - Teilhaben». Ausgehend von den guten Ergebnissen mit der Methode des Mentoring wurden Frauen mit Migrationshintergrund, die sich in der Schweiz nachhaltig an der Gestaltung des gesellschaftspolitischen Lebens beteiligen und ihre Kompetenzen und Netzwerke ausbauen wollten, mit Akteurinnen, die über Erfahrungen in zivilgesellschaftlichem und politischem Engagement verfügen, vernetzt. Die Methode des Mentoring garantiert den persönlichen und individuellen Wissensaustausch zwischen Mentorin und Mentee.

Zehn Monate lang begleiteten Mentorinnen mit Erfahrungen im politischen Engagement Frauen, die selber aktiv werden möchten. Die Mentees konnten ihre Mentorin bei deren Aktivitäten begleiten, sich Zugang zu Netzwerken erschliessen und vom Erfahrungswissen der Mentorin profitieren. Die Mentees gewannen dadurch Informationen und Instrumente für die aktive Teilnahme in gesellschaftlichen und politischen Gremien. Gleichzeitig wurden die Institutionen, in denen die Mentorinnen mitwirken, für das Thema gesellschaftliche und politische Partizipation von Migrantinnen sensibilisiert und auf Hürden und Möglichkeiten, die politische Teilnahme von Migrantinnen in ihrem jeweiligen Kontext zu stärken, aufmerksam gemacht.
Verschiedenen Workshops und Veranstaltungen zu politischer Bildung, Umgang mit Medien, öffentliches Auftreten und vielem mehr ergänzten das Angebot.

Berichte zum politischen Mentoring: