/ Migration findet statt
Für Individuen ist Migration eine Option, aus der Sicht der Nationalstaaten eine Irritation, die ausgeräumt werden will. Politisch dominante Akteure fordern weitere Restriktionen der Zulassung. Integration definieren sie zunehmend als eine Leistung, die einseitig von MigrantInnen erbracht werden soll. Diese ausschliessenden politischen Debatten verengen den materiellen und den diskursiven Raum für Migration. Sie verstellen den Blick auf Migration als «normales» Phänomen und Bestandteil moderner Gesellschaften. Damit schränken sie die individuelle, gesellschaftliche und politische Gestaltung von Migrationsprozessen ein.
Der cfd widerspricht mit nicht-rassistischen, nicht-sexistischen Reden diskriminierenden Zuschreibungen über Herkunft und Geschlecht. Vorurteilen und Klischees stellt er eine Vielfalt von Bildern entgegen, welche den unterschiedlichen Lebensrealitäten gerecht werden. In der Öffentlichkeitsarbeit stärkt er die Repräsentation von Frauen, ihrer Sichtweisen, Interessen und Forderungen.
Mit Empowerment-Projekten in den Bereichen Arbeit, Bildung und geschlechtsspezifische Gewalt öffnet der cfd Handlungsspielräume für Migrantinnen und entwirft feministisch-migrationspolitische Ideen. Empowerment-Projekte schaffen Raum für die Anerkennung von Verschiedenheiten und die Erprobung gerechter Verteilungsmechanismen. Sie sind Orte, an denen Kompetenzen erweitert, Politiken entwickelt und politische Aktionen entworfen werden.
In der Migrationspolitik nimmt der cfd Stellung gegen Ausschluss und Ausgrenzung aufgrund der Herkunft und setzt sich für Frauenrechte ein.

