/ Fokus Frauenrechte
Die Möglichkeiten, legal in die Schweiz einzureisen und sich hier aufzuhalten, werden politisch zunehmend eingeschränkt. Für immer mehr MigrantInnen heisst dies, dass sie illegalisiert werden, unter schwierigsten Umständen leben müssen und als Sans-Papiers kaum mehr Zugang zu Rechten und Ressourcen haben. Deshalb legt der cfd seinen migrationspolitischen Schwerpunkt auf das Engagement für die Wahrung der Grundrechte aller Menschen, die in der Schweiz leben. Dabei richtet er den Blick speziell auf Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts und engagiert sich für die Frauenrechte der Migrantinnen.
Vernetzungen
Der cfd ist aktiv im Vorstand der «Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers». Diese bietet BewohnerInnen ohne geregelten Aufenthalt Unterstützung in Alltags- und Rechtsfragen und vertritt ihre Interessen in der Politik. Im Rahmen der Vorstandstätigkeit fördert der cfd die Aufmerksamkeit für Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts und bringt feministische Anliegen ein.
Der cfd unterstützte die Arbeit von «MeBiF – Medizinische
Beratung für illegalisierte Frauen» in Bern, welche Sans-Papiers-Frauen
den Zugang zu Gesundheitseinrichtungen ermöglicht. Im April 2008 wurde MeBiF geschlossen und das Angebot vom SRK übernommen.
Der cfd beteiligt sich an politischen Kampagnen von «Solidarité sans frontières» gegen die Diskriminierung von MigrantInnen. In diesem Rahmen unterstützt der cfd den Verein «Für eine Schweizerische Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht».
Durch die Mitarbeit im «Berner Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt bip» verknüpft der cfd frauen- und ausländerrechtliche Aspekte, um gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorzugehen.
Die «Fachstelle Migration der OeME Bern-Jura-Solothurn» ist eine wichtige Austauschpartnerin in Fragen der lokalen Migrationspolitik.
Die Kampagne «Euro 08», die im Juni 2007 gestartet ist, will das Grossereignis nutzen, um das internationale Problem des Frauenhandels auf den Tisch zu bringen. Mitgetragen wird die Kampagne vom cfd.
Der cfd hat einen Sitz in der Kantonalen Kommission für die Integration der ausländischen Bevölkerung, dem Beratunsorgan des Regierungsrats des Kantons Bern. Für Sommer 2008 ist ein Umsetzungsplan der kantonalen Integrationspolitik geplant, auf die der cfd Einfluss nehmen wird.
In der Kantonalen Fachkommission für Gleichstellungsfragen nimmt der cfd Stellung bei Vernehmlassungen in Gleichstellungsfragen.
