/ Mentoring mit Migrantinnen
Das Projekt «Mentoring mit Migrantinnen» will den Zugang gut qualifizierter Migrantinnen zu Informationen und Netzwerken der Arbeitswelt verbessern. Nach dem Erfolg der ersten Staffel 2007 erweitert der cfd das Projekt und sucht wieder Mentorinnen und Mentees für ein weiteres achtmonatiges Programm. Eine Mentee und eine Mentorin spielen im «Duett» jeweils zusammen. Die Mentee lässt sich von der Mentorin begleiten und beraten, um sich beruflich und persönlich weiter zu entwickeln. Die Mentorin hat berufliche Pläne erfolgreich umgesetzt und gibt ihre Erfahrungen und Kenntnisse an eine Frau weiter, welche beruflich (wieder-)einsteigen möchte.
Mentees und Mentorinnen
Das Projekt spricht zum einen qualifizierte Migrantinnen an, welche auf dem Arbeitsmarkt eine Position anstreben, die ihren Kompetenzen und Qualifikationen entspricht. Durch den engen Austausch mit einer Mentorin aus dem gleichen Berufsfeld erhalten sie inhaltliche Einblicke in das entsprechende Arbeitsgebiet, lernen dessen Strukturen kennen und können berufliche Kontakte aufbauen. Zum andern sind qualifizierte Berufsfrauen gefragt, welche die Mentees begleiten. Sie können Erfahrungen als Mentorin sammeln und als Multiplikatorinnen wirksam werden, indem sie dieses Wissen in ihrem Arbeitsfeld, bei ArbeitgeberInnen und Institutionen einbringen.
Hintergrund
Entgegen dem Vorurteil, wonach Migrantinnen generell schlecht qualifiziert sind, verfügen viele zugewanderte Frauen über gute Ausbildungen und Qualifikationen. Strukturelle Hürden erschweren ihnen jedoch den Zugang zu Stellen, welche ihrer Ausbildung und Berufserfahrung entsprechen: Falls ihre Aufenthaltsbewilligung auf dem «Aufenthaltszweck Ehe» beruht, ist ihre Erwerbstätigkeit gar nicht vorgesehen. Ausserhalb der Schweiz erworbene Diplome werden grösstenteils nicht anerkannt. Zudem können Migrantinnen nicht selbstverständlich auf Kontakte aus der Schul- und Studienzeit zurückgreifen und müssen Netze erst knüpfen.
Finanzierung des Projekts
Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann übernimmt einen Grossteil der Projektkosten. Beiträge verschiedener Stiftungen und privater SpenderInnen ermöglichen die Realisierung des Projekts.

