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/ Mentoring mit Migrantinnen

Das Projekt «Mentoring mit Migrantinnen» verbessert bereits im dritten Jahr den Zugang gut qualifizierter Migrantinnen zu Informationen und Netzwerken der Arbeitswelt. Seit Beginn des Projekts haben mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen eine Anstellung gefunden, oder eine Weiterbildung oder ein Praktikum angefangen.

Der Erfolg liegt im individuellen Austausch: Eine Mentee und eine Mentorin spielen im «Duett» jeweils zusammen. Die Mentee lässt sich von der Mentorin begleiten und beraten, um sich beruflich und persönlich weiter zu entwickeln. Ihre Mentorin gibt ihre beruflichen Erfahrungen und Kenntnisse weiter und verbessert gleichzeitig ihre Beratungs- und Coachingfähigkeiten.

Mentees und Mentorinnen

Das Projekt spricht zum einen qualifizierte Migrantinnen an, welche auf dem Arbeitsmarkt eine Position anstreben, die ihren Kompetenzen und Qualifikationen entspricht. Durch den engen Austausch mit einer Mentorin aus dem gleichen Berufsfeld erhalten sie inhaltliche Einblicke in das entsprechende Arbeitsgebiet, lernen dessen Strukturen kennen und können berufliche Kontakte aufbauen. Zum andern sammeln qualifizierte Berufsfrauen, welche die Mentees begleiten, Erfahrungen als Mentorin und wirken als Multiplikatorinnen, indem sie dieses Wissen in ihrem Arbeitsfeld, bei ArbeitgeberInnen und Institutionen einbringen.

Hintergrund

Entgegen dem Vorurteil, wonach Migrantinnen generell schlecht qualifiziert sind, verfügen viele zugewanderte Frauen über gute Ausbildungen und Qualifikationen. Strukturelle Hürden erschweren ihnen jedoch den Zugang zu Arbeitsstellen, welche ihrer Ausbildung und Berufserfahrung entsprechen: Falls ihre Aufenthaltsbewilligung auf dem «Aufenthaltszweck Ehe» beruht, ist ihre Erwerbstätigkeit gar nicht vorgesehen. Ausserhalb der Schweiz und der EU erworbene Diplome werden grösstenteils nicht anerkannt. Zudem können Migrantinnen nicht auf Kontakte aus der Schul- und Studienzeit zurückgreifen und müssen Netzwerke erst knüpfen.

Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann übernimmt einen Grossteil der Projektkosten. Beiträge verschiedener Stiftungen und privater SpenderInnen ermöglichen die Realisierung des Projekts. Seit 2007 haben 70 Frauen als Mentees teilgenommen, sie sind ihren beruflichen Zielen näherkommen und haben politische Lobbyarbeit gemacht. Der vierte Zyklus, der voraussichtlich im Herbst 2010 beginnt, wird neu auch Migrantinnen mit Berufsbildung offen stehen.

Wollen auch Sie erfolgreich Mentoring betreiben? Bitte wenden Sie sich an uns - wir haben einen Leitfaden für Mentoring verfasst.


Mentorinnen und Mentees arbeiten gemeinsam an ihren Stärken. Foto: cfd



Projektleitung: Theodora Leite Stampfli
Tel. 031 300 50 60


SR DRS1 Podcast zum Thema MigrantInnen und die Schweizer Arbeitswelt mit cfd-Projektleiterin Alicia Gamboa - Download der Sendung (46MB)

Erfahrungsbericht einiger Teilnehmerinnen

Link zum Blog «Ein Lichtblick», dem Diskussionsforum des Projekts

Projektinformationen als PDF-Datei


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