/ Empowerment mit der Kompetenzenbilanzierung «combine»
Im Projekt «combine» entwickelte die cfd-Migrantinnenwerkstatt wisdonna eine Methode der Kompetenzenbilanzierung, welche sowohl formale Qualifikationen wie nicht formal erworbene Kompetenzen erfasst. Die Standortbestimmung orientiert sich an individuellen Ressourcen und trägt den vielfältigen Biografien von Frauen Rechnung. Die combine-Kurse zielen darauf ab, die Teilnehmerinnen zu empowern und sie zu bestärken, ihre Bildungs- und Berufsziele zu realisieren. «combine» unterstützt Migrantinnen bei der Integration auf dem Arbeitsmarkt und leistet damit einen Beitrag zur Chancengleichheit. Realisiert wurde das Projekt mit finanzieller Unterstützung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann.
«combine» zum Anwenden
Die «combine»-Kursunterlagen bieten Fachleuten aus Berufs- und Laufbahnberatung, Erwachsenenbildung, Sozialer Arbeit und Migration Inspiration und Instrumente für ihre Tätigkeit. Sie können beim cfd bestellt werden.
Praxishandbuch «combine - Die Kompetenzenbilanzierung»: Das Kurskonzept liefert eine modellhafte Praxisanleitung für das Entwickeln von Standortbestimmungen nach der Methode «combine». Diese ermöglicht es, vielfältige Biografien zu erfassen und Migration als wichtigen Bestandteil darin zu verstehen. Auf der CD-Rom «Aus Vergangenheit Zukunft gestalten» sind sowohl die Methode als auch das modulare Kurskonzept ausführlich beschrieben. Arbeitsblätter, Kursunterlagen und Unterrichtshilfen erleichtern KursleiterInnen und Teilnehmerinnen die Umsetzung von combine. (Fr. 25.- plus Porto)
Broschüre «Gut qualifizierte Migrantinnen in der Schweiz»: Die Broschüre bringt Fakten und Zahlen, welche eine differenzierte Sicht auf Realitäten gut qualifizierter Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen, und beleuchtet Vorurteile und Mechanismen des Ausschlusses. Mit der Methode «combine» und dem Mentoring-Projekt «Migrantinnen in Netzwerken der Arbeitswelt» zeigt sie Handlungsansätze auf, um Migrantinnen bei der Umsetzung ihrer Berufsziele zu unterstützen. (Fr. 5.- plus Porto)
Hintergrund
Die restriktive Migrationspolitik Europas und der Schweiz führt dazu, dass immer mehr Frauen die Migrationsformen der Heirat oder des Familiennachzug wählen. Damit sind Migrantinnen in Bezug auf den Aufenthalt und die Erwerbsarbeit in der Schweiz vermehrt abhängig von Ehemännern oder Arbeitgebern. In der Gesetzgebung sowie der öffentlichen Wahrnehmung werden sie zudem auf ihre reproduktiven Funktionen reduziert. Gängige Vorstellungen von Migrantinnen zeichnen denn auch ein Bild der schlecht qualifizierten Frau als Mutter oder Reinigungskraft. Diese verkürzte Sicht verdeckt einerseits die Präsenz gut qualifizierter Migrantinnen in der Schweiz und andererseits die Auschlussmechanismen, welche Migrantinnen in flexibilisierte und schlecht bezahlte Tätigkeiten verweisen.
