/ «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» werden fortgesetzt
Am 10. Dezember 2008, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, ging die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen», die 2008 zum ersten Mal in der Deutschschweiz und Liechtenstein stattgefunden hat, nach 16 aktiven Tagen zu Ende. Dem Ziel, die Öffentlichkeit, EntscheidungsträgerInnen, Männer wie Frauen für die verschiedenen Formen von Gewalt zu sensibilisieren, ist die Kampagne ein grosses Stück näher gekommen.
Die Strassenaktionen und Radioballetts in Uster, Vaduz, Chur und Thun, in Bern, Zürich und Luzern thematisierten häusliche und strukturelle Gewalt an Frauen lautstark und sichtbar. Viele Passantinnen und Passanten nahmen sich Zeit, informierten sich und schauten und hörten zu. Eine Disco machte homophobe Lyrics zum Thema und zog Jugendliche an. Männergruppen stellten Möglichkeiten des Gewaltausstiegs vor. An einer Tagung berichteten Expertinnen von den Auswirkungen gewaltsamer Konflikte auf Geschlechterrollen und fragten, wie sich ändernde Rollenvorstellungen für die Friedensarbeit nutzen lassen. Im Bundeshaus unterschrieben VertreterInnen aller Parteien einen Vorstoss, der Forschungen zum Zusammenhang von direkter und struktureller Gewalt fordert.
Der cfd wird die Kampagne aufgrund der Bedeutung des Themas, des vielfältigen Echos und der grossen Anzahl der KampagnenpartnerInnen im Jahr 2009 zwischen dem 25. November und 10. Dezember fortsetzen.
Die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» dauerte vom 25. November bis 10. Dezember. An der vom cfd lancierten Kampagne beteiligten sich mehr als 40 Organisationen mit über 50 Veranstaltungen in der Schweiz und Liechtenstein. Ziel der Kampagne ist, auf häusliche und strukturelle Gewalt aufmerksam zu machen und Diskriminierungen von Frauen offen zu legen.
