/ Gewalt verletzt Frauen und ihre Rechte
Am 10. Dezember 2010 ging die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» zu Ende. Über 50 Organisationen in der Deutschschweiz und Liechtenstein beteiligten sich neben tausenden Organisationen weltweit mit Aktivitäten gegen Gewalt an Frauen.
Zum Start der Kampagne am 25. November standen Möbel mit einem Waffenkleber an 16 öffentlichen Orten in der Schweiz. «Fehl am Platz» stand auf den Möbeln und Flyer informierten PassantInnen über die fatale Rolle von in Haushalten gelagerten Schusswaffen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Ein weiterer Fokus der Kampagne lag auf Gewalt in Teenagerbeziehungen. Diese Form von Gewalt ist ähnlich häufig wie häusliche Gewalt, aber bislang wenig beachtet. Dabei sind die Folgen erschreckend: Wer in Jugendjahren Gewalt erlebt, neigt eher dazu, Gewalt auch im Erwachsenenalter auszuüben oder zu tolerieren. Deshalb sprachen Twitteraktionen, Youtube-Beiträge und Facebookauftritte speziell Jugendliche an.
Die Mehrheit der über 50 Sensibilisierungsveranstaltungen stiess auf reges Interesse und war gut besucht. Strassenaktionen, Stände und Radioballette fanden auch bei Schneefall Anklang. Die Strassenaktionen wurden auf Video dokumentiert und können im Internet verfolgt werden.
Gewaltakte gegen Frauen hören auch mit der diesjährigen Kampagne nicht auf. Im Jahr 2011 werden deshalb zum vierten Mal die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» vom 25. November bis 10. Dezember in der Schweiz durchgeführt. Besonders erwünscht ist im nächsten Jahr ein aktives Engagement von Männern. Bereits dieses Jahr wurden mit dem Facebook-Quiz «Welcher Schlägertyp bist du?» speziell männliche Computerspieler auf die Kampagne gelenkt.
Die Übersicht über die Veranstaltungen von 2010 finden Sie hier.





