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/ Frauen, Frieden und Sicherheit

Die gleichberechtigte Vertretung von Frauen in friedenspolitischen Entscheidungsprozessen ist ein Ziel des cfd. Er lobbyiert für die Umsetzung der Resolution 1325 des UNO-Sicherheitsrates. Diese nimmt alle AkteurInnen in die Pflicht, die gleichberechtigte Mitwirkung von Frauen auf allen Ebenen der Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung sicher zu stellen sowie bei der Aushandlung und Umsetzung von Friedensübereinkünften eine Geschlechterperspektive zu berücksichtigen.

Da Frauen in gewaltsamen Konflikten viele verschiedene Rollen und Aufgaben einnehmen, z.B. als Familienvorsteherinnen, als Opfer von - speziell sexueller -Gewalt, als Kämpferinnen oder als Friedensaktivistinnen, haben Frauen vielfältige Erfahrungen, aber auch Bedürfnisse und Interessen in die Konfliktbearbeitung, die Friedens- und Sicherheitspolitik einzubringen. mehr


Nationaler Aktionsplan

In der Schweiz bewegt sich etwas in Sachen UNO-Resolution 1325: Dem Beispiel Grossbritanniens, Schwedens, Dänemarks und Norwegens folgend, verfügt das EDA seit dem 8. März 2007 über einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Resolution. In diesem Zusammenhang pflegt das Departement den Austausch mit NGOs, die im Frieden- und Genderbereich tätig sind. Die cfd-Position zu »1325: Herausforderungen für die schweizerische Friedensförderung« formulierte Cécile Bühlmann im gleichnamigen Seminar.

Auf europäischer Ebene sondiert der deutsche Frauensicherheitsrat das Interesse möglicher PartnerInnen an einem europäischen Frauensicherheitsrat, der sich für die Umsetzung der Resolution 1325, «für Entmilitarisierung und Gleichberechtigung auch und besonders in der europäischen Friedens- und Sicherheitspolitik» stark machen soll.

Am Genderrundtisch des Kompetenzzentrums Friedensförderung (KOFF) findet ein regelmässiger Informationsaustausch zwischen NGO- und Behördenvertreterinnen über die Aktivitäten zur Umsetzung der Resolution statt. Darüber hinaus beobachtet der cfd kritisch die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans. Der cfd hat sich in die europaweite Vernetzung zur Umsetzung der Resolution eingeklinkt. Dort bringt er das Fachwissen und die Erfahrungen seiner Projektpartnerinnen in Kosova und Israel ein. Diese benutzen die Resolution 1325 als Instrument, um ihren friedens- und gleichstellungspolitischen Forderungen Gehör zu verschaffen.

Zum Ablauf des Nationalen Aktionsplans Ende 2009 hat sich die Swiss NGO Coalition for 1325, zu der neben dem cfd auch Amnesty International und Heks gehören, dafür eingesetzt, dass ein Folgeplan zum NAP 1325 verabschiedet wird. Dafür zuständig zeichnet sich die Politische Abteilung IV - Menschliche Sicherheit des EDA. Der cfd wird den Stand der Revisionsarbeiten am Folgeplan kritisch verfolgen und darauf achten, dass auch der Zivilgesellschaft Gehör geschenkt wird.

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Lobbyistinnen für die Umsetzung der Resolution 1325 vor dem Bundeshaus in Bern.


Kontakt: Franziska Müller


Focus on Gender and Peace-building: die UNO-Resolution 1325

UNO-Resolution 1325 als pdf

Communiqué zum europäischen Aktionstag als pdf

Rede von Cécile Bühlmann zu »1325: Herausforderungen für die schweizersiche Friedensförderung«