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/ Nahostpolitik

In der kritischen Öffentlichkeitsarbeit zum Nahostkonflikt beleuchtet der cfd die Folgen der Besetzung Palästinas für Frauen und Mädchen. Er zeigt auf, wie sich die gewaltsame Austragung des Konflikts auf die Stellung von Frauen in Israel und Palästina auswirkt. Die schnelle Militarisierung der Intifada hat den PalästinenserInnen den Zugang zum öffentlichen Raum und zu politischen Entscheidpositionen erschwert. Auch in Israel wird die Legitimität, Sicherheitsfragen und Friedensverträge zu debattieren, immer exklusiver Männern mit militärischem Status zugesprochen. Bisherige offizielle Verhandlungen zur Beilegung des Israel-Palästina-Konflikts fanden weitgehend ohne Frauen statt. Den Forderung israelischer und palästinensischer Frauenorganisationen nach gleichberechtigter Teilnahme am politischen Prozess verleiht der cfd in der Schweizer Politik Nachdruck.

In Debatten über den Nahostkonflikt stellt der cfd die Frage nach Macht und Definitionsmacht in der Friedenspolitik. Die bisherigen offiziellen Friedensprozesse haben nichts zur Verbesserung des Alltags und der politischen Aussichten der PalästinenserInnen beigetragen. Und auch in Israel verengt sich der politische, ökonomische und soziale Spielraum zunehmend. In beiden Gesellschaften haben sie konservativ militaristische Kräfte gestärkt.

Die Logik der Grenzziehung auf der Basis von Trennung, territorialer Einschliessung und ökonomischem Ausschluss hat alle offiziellen Friedenspläne, von den Oslo-Abkommen bis zur Road Map dominiert. Sie materialisiert sich im israelischen Bau der Sperranlage gegen die Westbank und der Absperrung des Gazastreifens nach dem israelischen Abzug.

Diese Trennungslogik durchbrechen die Projekt- und Vernetzungspartnerinnen des cfd in Palästina und Israel mit Projektarbeit und Politik. Ihre Praxis macht Gewalt, Ungerechtigkeit und Diskriminierung in ihren Zusammenhängen sichtbar. Und sie zeigt, dass Friedenspolitik stattfindet: in sozialen und kulturellen Projekten, im Empowerment marginalisierter Gruppen, in Kampagnen für Frauenrechte, Menschenrechte und für die Durchsetzung internationalen Rechts, in gesellschaftskritischen Debatten, in kontroversen Diskussion über Frieden, Sicherheit und politische Ziele, nicht zuletzt in grenzüberschreitenden Demonstrationen gegen alle Formen von Besetzung.

Für diese vielfältigen Aktivitäten schafft der cfd Öffentlichkeit und leistet und fordert Unterstützung. Sie öffnen friedenspolitische Perspektiven und Handlungsräume.

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Kontakt: Ursula Keller, Franziska Müller


cfd-Projekte in Israel

cfd-Projekte in Palästina

cfd-Dossier zu Palästina

Amal Krieshe über Spielräume feministischer Politik in Palästina

Partnerschaft
Feministische Friedenspolitik

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