/ Gender und Friedensentwicklung
Gewaltförmige Konflikte haben unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer sowie auf das Geschlechterverhältnis. Aber auch die Ansätze und Praktiken der Friedensentwicklung sind nicht geschlechtsneutral. Frauen haben weniger Zugang zu und Kontrolle über gesellschaftliche Macht und Ressourcen; Friedensprozesse sind nach wie vor mehrheitlich von Männern dominiert. Programme und Projekte der Friedensentwicklung müssen diese Unterschiede berücksichtigen, damit Frauen im gleichen Masse wie Männer an Friedensprozessen sowie am gesellschaftlichen Wiederaufbau beteiligt sind. Zentrales Element für die Entwicklung geschlechtergerechter Ansätze und Strategien in der Friedensentwicklung ist die differenzierte Analyse der unterschiedlichen Rollen, Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Männern in Gewaltkonflikten.
Der cfd hatte von 2003 bis Anfang 2010 das Beratungsmandat zu «Gender and Peacebuilding» für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA inne. Die Stelle konnte Wissen zu genderspezifischer Gewalt in Konfliktsituationen vermitteln, DEZA-Projekte begleiten und den Grundstein legen für ein Gendermandat der Humanitären Hilfe. mehr
Broschüren
Die Broschüren «Focus on Gender and Peace-building» vermitteln Fachleuten und Interessierten Grundlagenwissen zur Integration der Genderperspektive in die Friedensförderung. Sie erschienen im Rahmen des Beratungsmandats der Deza. Themenschwerpunkte sind:
- / Konfliktsensitivität in der Arbeit mit Frauenrechten
- / Natürliche Ressourcen, Konflikte und Gender
- / Empowerment, Gender und Friedensförderung
- / Gender- und konfliktsensitives Programm-Management
- / Militarisierung und Gender in der Internationalen Zusammenarbeit
- / Die UNO-Sicherheitsrats-Resolution 132
