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/ Palästina/Israel 1948–2008: Die «Logik der Vertreibung durchbrechen»



Tagungsprogramm

Freitag, 25. April 2008, 9–18 Uhr
Kornhausforum Bern, Stadtsaal, 1. OG

9.00: Kasse und Kaffee

9.30: Begrüssung durch das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina
Birgit Althaler, Palästina-Solidarität Region Basel / Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina
60 Jahre Nakba – Zeugnis ablegen, handeln
Anne-Catherine Menétrey, ehemalige Nationalrätin / Teilnehmerin der Studienreise des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina

10.00–12.00: Präsenz gestalten und Rechte einfordern
Welche rechtlichen und politischen Instrumente stehen PalästinenserInnen in Israel zur Verfügung, um ihre Interessen als diskriminierte, von weiterer Vertreibung bedrohte Gruppe durchzusetzen?
Welche Ansätze verfolgen sie, um ihren Platz, ihre kulturelle und nationale Identität und ihre BürgerInnenrechte zu behaupten?
Hanna Swaid, Bauingenieur, Stadt- und Raumplaner, Abgeordneter des Demokratischen Bündnisses für Frieden und Gleichheit (Hadash) im israelischen Parlament, 2004–2006 verantwortlich für das Arab Center for Alternative Planning (ACAP) in Israel
Suhad Bishara, Rechtsanwältin bei Adalah, dem Zentrum für arabische Minderheitenrechte in Israel; spezialisiert auf Land- und Planungsrecht; Mitherausgeberin von Makan (Ort), Zeitschrift für Land, Planung und Gerechtigkeit
Moderation: Jürg Bischoff, NZZ-Redaktor

12.00–13.00: Lunch

13.00–15.00: Erinnerung prägen und Geschichte schreiben
Welche Bedeutung hat die Aufarbeitung der Nakba für die palästinensische, welche für die jüdisch-israelische Gesellschaft?
Wie funktioniert Erinnerung? Was kann sie bewirken angesichts der offiziellen israelischen Haltung, die Verantwortung für die Nakba und ihre Folgen von sich zu weisen?
Lena Jayyusi, Medien- und Kulturwissenschaftlerin, Lehre und Forschung in England und den USA; 1995–2002 Studien- und Lehraufenthalt in Jerusalem und in der Westbank mit Schwerpunkt auf Oral History und Medien, Dozentin an der Zayed-Universität Dubai
Eitan Reich, Didaktiker und Kursleiter für Menschenrechte, Frieden und Demokratie, Mitbegründer von Zochrot (Erinnern), einer israelischen Organisation zur Vermittlung der Nakba in der jüdischen Bevölkerung
Moderation: Franziska Müller, cfd / Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina

15.30–17.30: Ressourcen nutzen und Verhandlungsmacht beanspruchen
Wie organisieren sich PalästinenserInnen im Exil, in Flüchtlingslagern, unter israelischer Besatzung, um ihren Ansprüchen auf ihr Land und auf die gerechte Verteilung von Ressourcen wie Wasser Gehör zu verschaffen?
Welche Strategien verfolgen sie, um ihre politische Repräsentation und Partizipation zu stärken und die Bedingungen zu beeinflussen, unter denen ihre Existenzgrundlagen verhandelt werden?
Fadia Daibes, Hydrologin, Expertin für Wasserrecht und Wasserpolitik mit Schwerpunkt auf internationalen Wasserkonflikten und der Wasserproblematik im Nahen Osten, lebt und arbeitet in Jerusalem
Mahmoud Zeidan, Mitbegründer des Nakba-Archivs zur Dokumentation der Erfahrungen der ersten Generation an Palästina-Flüchtlingen im Libanon; aktiv im Aidun-Netzwerk für Menschen- und Flüchtlingsrechte im Libanon
Moderation: Regula Renschler, Publizistin Radio DRS und Lenos-Verlag

17.30–17.45: Abschluss: Wer durchbricht die Logik der Vertreibung?
Matthias Hui, HEKS und Fachstelle OeME Bern / Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina, im Gespräch mit Arnold Hottinger, Publizist und langjähriger NZZ-Korrespondent im Nahen Osten

18.00: Ende der Tagung

Tagungsbeitrag: Fr. 80.-/40.-
Anmeldung bis 14. April 2008 an: althaler@fazitbasel.ch
Anmeldung (pdf)

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