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/ Der Jerusalem Link für Gleichberechtigung

Frauen an den Verhandlungstisch und in Entscheidpositionen, heisst eine alte Forderung des Jerusalem Link. Die erneute Militarisierung des Nahostkonflikts, die rigorose israelische Besatzungspolitik sowie restriktivere Regeln in der palästinensischen Gesellschaft verengen den politischen Handlungsspielraum von Frauen. In offiziellen Verhandlungen sind weder die friedenspolitischen Interessen der Frauen noch eine Genderperspektive repräsentiert. Dies wollen die Vertreterinnen des Jerusalem Link ändern. Die gemeinsame Friedensplattform wurde 1994 von der israelischen Frauenorganisationen Bat Shalom und dem palästinensischen Jerusalem Center for Women gegründet, um den Einfluss von Frauen auf dem politischen Parkett zu vergrössern.

Politisches Empowerment

Im Herbst 2005 lancierte der Jerusalem Link die erste Internationale Frauenkommission, in der je 20 israelische, palästinensische und internationale Frauen vertreten sind. Die Kommission will dafür sorgen, dass Frauen in allen formellen und informellen Friedensgesprächen mit am Tisch sitzen und ihre Erfahrungen und Forderungen einbringen können. Dabei kann sie sich auf die UNO-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit beziehen. In Workshops und Diskussionsforen sensibilisert der Jerusalem Link Politikerinnen und Aktivistinnen für Genderanliegen in der Friedenspolitik. Er ermutigt AkteurInnen der zivilgesellschaftlichen Basis, sich offizielle Dokumente wie die Road Map oder die Genfer Initiative kritisch anzueignen und sich mit eigenen Positionen in die friedenspolitische Diskussion einzumischen.

Kampagne zu Ostjerusalem

Der Status von Jerusalem ist ein Kernpunkt des israelisch-palästinensischen Konflikts. Ostjerusalem hat für die PalästinenserInnen eine wichtige politische, ökonomische und religiöse Bedeutung. Mit der Abriegelungspolitik und dem Mauerbau wird die Stadt de facto von der Westbank abgetrennt und isoliert. Fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit wird zudem durch Häuserzerstörungen sowie Übernahme oder Kauf von Liegenschaften die jüdische Präsenz ausgeweitet und die Grundlage für ein arabisches Ostjerusalem zerstört. Der Jerusalem Link kämpft mit Informations- und Lobbyingkampagnen gegen diese Entwicklung. Auf Exkursionen entlang der Mauer zeigt er lokalen und internationalen Medienschaffenden und Aktivistinnen die Auswirkungen der Verdrängungspolitik.

Herausforderung Dialog

Die Partnerschaft zwischen dem Jerusalem Center for Women und Bat Shalom im Jerusalem Link ist so wechselhaft wie die politische Entwicklung und erfordert ein stetes Aushandeln der Positionen. Mit der zweiten Intifada im September 2000 wurde der Dialog de facto unterbrochen. Im Mai 2003 fanden erstmals wieder institutionelle Kontakte statt. Mit der Lancierung der Internationalen Frauenkommission 2005 hat der Jerusalem Link neuen Auftrieb erhalten und wieder mehr politisches Gewicht gewonnen.

Projektbeschreibung als pdf

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Im Jerusalem Link kämpfen Palästinenserinnen und Jüdinnen gegen die Vertreibung der PalästinenserInnen aus Jerusalem.

Partnerorganisationen:
Jerusalem Center for Women
Bat Shalom

Bat Shalom zur Krise in Gaza, Juni 2007

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