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/ cfd-Projekte in Palästina

Der cfd unterstützt in Palästina Organisationen, welche sich die Stärkung der Stellung der Frauen in Gesellschaft, Recht und Politik, sowie die Verbesserung des Zugangs von Frauen zu Ressourcen wie Bildung und Einkommen zum Ziel gesetzt haben. Die cfd-Partnerorganisationen setzen sich für zivile Formen der Konfliktbearbeitung ein und fordern eine breite Beteiligung der Bevölkerung an politischen Verhandlungsprozessen.

Partizipation und Bewegungsfreiheit

Die Angriffe der israelischen Armee im Gazastreifen fordern Hunderte von zivilen Opfern und verunmöglichen zukunftsgerichtete Aktivitäten. Mit dem Ausbau von Siedlungen und dem Bau der über 700 km langen Trennmauer setzt Israel neue Grenzen in die zerstückelte Westbank. Die Einschränkung der Mobilität hat das wirtschaftliche und soziale Leben praktisch zum Stillstand gebracht. Mittlerweile ist die Mehrheit der PalästinenserInnen erwerbslos und lebt in Armut. Für Frauen bedeutet die Militarisierung des Konflikts eine weitere Verengung der politischen und gesellschaftlichen Aktionsräume. Zudem stellen sich den säkular ausgerichteten Partnerorganisationen des cfd mit der Regierungsübernahme durch Hamas neue Fragen: Können feministisch-politische Anliegen künftig noch in die offiziellen Strukturen eingebracht werden? Wie werden sich die Institutionen verändern? Kann und will die neue Führung ihre konservative soziale Agenda flächendeckend durchsetzen?

Anti-Gewalt-Arbeit

Palästinenserinnen erleben nicht erst seit dem Regierungswechsel einen Backlash: Familien nehmen Mädchen vorzeitig aus der Schule, weil die Schulwege zu gefährlich und die Kosten zu hoch sind. Das Argument, der israelisch besetzte und intern umkämpfte öffentliche Raum sei gefährlich, wird von Patriarchen auch benutzt, um Frauen und Mädchen zu kontrollieren. Mit steigendem wirtschaftlichem und politischem Druck nimmt die häusliche Gewalt zu. Dies vor allem in Familien, wo die Männer die Ernährerrolle nicht mehr erfüllen können oder Demütigungen in israelischen Gefängnissen oder an Checkpoints erlebt haben. Frauenorganisationen analysieren die Zusammenhänge von militärischer, struktureller und häuslicher Gewalt. In der Gemeindearbeit und mit Kampagnen sensibilisieren sie für die Gewaltproblematik und zeigen gewaltfreie Formen der Konfliktbearbeitung auf. Frauen stärken sie in Empowerment-Projekten, damit sie sich aus Gewaltverhältnissen lösen können.

Politisches Empowerment

Mit dem Empowerment von Frauengruppen und Politikerinnen sowie mit politischen Kampagnen kämpfen Frauenorganisationen für die Repräsentation von Frauenanliegen in der Politik und für Frauenrechte. Dafür suchen sie auch das Gespräch mit Vertreterinnen von Hamas. In Zusammenarbeit mit israelischen Frauenorganisationen entwickeln sie Vorstellungen und Programme für Frieden und Sicherheit aus Frauenperspektive. Um mehr Einfluss zu gewinnen in politischen Verhandlungen, lobbyieren sie bei Regierungen und in internationalen Institutionen für Gleichberechtigung und Gleichstellung in der Friedenspolitik.

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Programmkoordinatorin: Esther Stebler


Projektpartnerschaft
Israel und Palästina

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