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/ cfd-Projekte in Kosova

Der cfd unterstützt in Kosova Frauenorganisationen, welche sich gegen Diskriminierung und Gewalt und für den gleichberechtigten Zugang von Frauen zu Rechten und Ressourcen einsetzen. In Empowerment-Projekten bestärken sie Frauen darin, ihren Einfluss in der Familie und in der Öffentlichkeit geltend zu machen und ihre Handlungsspielräume zu nutzen. Mit politischen Initiativen rütteln sie an patriarchalen Strukturen und nehmen PolitikerInnen und Berufsleute gleichstellungspolitisch in die Pflicht.

Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Mit Empowerment-Projekten für Frauen, Sensibilisierungs-Kampagnen und politischem Lobbying haben Frauenorganisationen erreicht, dass häusliche Gewalt und sexuelle Ausbeutung in Kosova heute öffentlich diskutiert und als Rechtsverletzung erkannt werden. In der Praxis stossen jedoch sowohl der Opferschutz wie die Umsetzung einer wirksamen Anti-Gewalt-Politik auf strukturelle Hürden.
Krieg und fehlende Einkommensmöglichkeiten haben die Grossfamilien als Zufluchtsort und Schutzmacht gestärkt. In diesen Verbänden haben Frauen eine untergeordnete Position und erfahren oft physische und psychische Gewalt. Zugenommen hat auch die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von jungen Frauen. Neben den patriarchalen Strukturen machen Frauenorganisationen vor allem die wirtschaftliche Aussichtslosigkeit dafür verantwortlich: Familien brauchen Geld, und Mädchen suchen Wege, sich aus dem Familiensystem zu lösen. Um dem Menschenhandel den Boden zu entziehen, schulen NGOs Behörden, sensibilisieren LehrerInnen und SchülerInnen und suchen den direkten Kontakt mit Familienvorständen.

Gleichstellung in der Friedenspolitik

Mit konstantem Druck auf die internationale Verwaltung und die lokalen Behörden konnten Frauenorganisationen in der Nachkriegszeit eine deutliche politische Besserstellung der Frauen durchsetzen. Dies gelang nicht zuletzt dank ihrer engen Zusammenarbeit in Netzwerken wie dem «Kosova Women’s Network». Alle cfd-Partnerorganisationen engagieren sich in diesem Netzwerk von kosovarischen, serbischen, Roma und Ashkali Frauenorganisationen. Aktuell geht es vor allem darum, Vertretung und Einfluss in den Gremien für die Statusverhandlungen zu gewinnen. Dabei können sich die Frauenorganisationen auf die UNO-Sicherheitsratsresolution 1325 berufen. Sie fordert alle friedens- und sicherheitspolitischen Akteure auf, in politischen Verhandlungsprozessen die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und die Berücksichtigung von Geschlechteraspekten sicherzustellen.

Für eine starke Zivilgesellschaft

Mittelfristig werden die grossen internationalen Organisationen und Geldgeber ihr Engagement in Kosova reduzieren. Neben der Projektbegleitung unterstützt der cfd die Partnerorganisationen deshalb intensiv bei der Organisationsentwicklung und der Planung langfristiger Finanzstrategien. Denn unbesehen vom Ausgang der Statusverhandlungen ist eine starke Zivilgesellschaft entscheidend für die Entmilitarisierung der Politik, die Stärkung des Demokratisierungsprozesses und die Einhaltung von Frauenrechten.

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Programmkoordinatorin: Annette Dietschy


Projektpartnerschaft
Kosova und Bosnien-Herzegowina


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