Français English

cfdcfd

 

/ cfd-Projekte in Israel

Der cfd unterstützt in Israel Empowerment-Projekte palästinensischer und beduinischer Frauenorganisationen. Mit Programmen für Bildung und Einkommensförderung verbessern sie den Zugang von Frauen zu Ressourcen. Gemeinsam mit anderen NGOs kämpfen sie gegen Diskriminierung und Gewalt aufgrund von Herkunft und Geschlecht und setzen sich ein für mehr sozialen und politischen Handlungsspielraum von Frauen.

Forderung nach vollen Bürgerrechten

Rund ein Fünftel der Bevölkerung Israels sind PalästinenserInnen. Sie besitzen zwar das israelische Bürgerrecht, werden aber aufgrund ihrer Herkunft wirtschaftlich und sozial benachteiligt. Ihre beruflichen und politischen Chancen sind beschränkt. Schulen, Gesundheitseinrichtungen und die Infrastruktur in palästinensischen Dörfern und Quartieren erhalten vergleichsweise wenig öffentliche Zuwendungen und sind in entsprechend schlechtem Zustand. Intifada und Wirtschaftskrise haben die Diskriminierungspolitik noch verschärft. Israelische Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung vor, mit ihrer ausschliessenden Politik die demokratische Organisation der Gesellschaft aufs Spiel zu setzen.

Anerkennungspolitik der BeduinInnen

Seit der Gründung des Staates Israel werden BeduinInnen zur Sesshaftigkeit gezwungen, indem ihre Wohn- und Lebensweise illegalisiert wird. Von den 120 000 BeduinInnen im Negev lebt heute rund die Hälfte in so genannten nicht anerkannten Dörfern, die von der Räumung bedroht sind. In den weit verstreut liegenden Orten mit Wellblechhütten und Zelten gibt es weder Elektrizität noch Wasseranschlüsse oder Abwassersysteme. Das Angebot an medizinischer Versorgung und Schulen ist ungenügend. Die BewohnerInnen fordern die staatlichen Leistungen ein, die ihnen als israelische BürgerInnen zustehen. Als Preis dafür verlangt die israelische Regierung jedoch Assimilation. Konkret heisst dies, den Umzug in die speziell und ausschliesslich für BeduinInnen vorgesehenen Satellitenstädte, welche der Vereinzelung Vorschub leisten und keine Erwerbs- und Entwicklungsperspektiven bieten.

Palästinensische Israelinnen für Frauenrechte

In ihren Gesellschaften kämpfen Palästinenserinnen und Beduininnen für Gleichberechtigung und Gleichstellung. Sie fordern besseren Zugang von Frauen zu Bildung Einkommen und Politik sowie die Wahrnehmung und Anerkennung verschiedener Lebensentwürfe von Frauen. Aktuell müssen sie ihre Positionen vehement verteidigen. Konservative Akteure und Bewegungen propagieren die Einschränkung von Frauen und ihren Rechten als Mittel gegen alle politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisen. Aufgrund von Intifada und negativen Globalisierungseffekten auf den Arbeitsmarkt gelingt es ihnen, breite Kreise zu mobilisieren. Auf Initiative von cfd-Partnerorganisationen haben arabische Frauenorganisationen die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Auftritt verstärkt. Vernetzt setzen sie sich auf nationaler Ebene für die Anliegen der palästinensischen Frauen ein und nutzen das israelische Rechtssystem, um gegen Diskriminierungen und Gewalt in der eigenen Gesellschaft vorzugehen.

als pdf

b




Programmkoordinatorin: Esther Stebler


Projektpartnerschaft
Israel und Palästina

Ich will spenden